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Riesenwanne als Schublade - Das Schiebefeld
Es ist ein wahrer Koloss. Das Spielfeld der VELTINS-Arena ist mehr als nur ein grüner Rasen. Gebettet auf eine 118 Meter lange und 79 Meter breite Wanne, ist er der einzige Rasen der Bundesliga, der sich bewegt und das auf einer Strecke von etwa 340 Metern (hin und zurück). Vorbild war hierbei der Gelredome in Arnheim, der ebenfalls vom niederländischen Generalübernehmer hbm gebaut wurde.
Das Prinzip des mobilen Spielfelds ist relativ einfach: Die 11.000 Tonnen schwere Wanne wird wie eine Schublade in die Arena hinein- und herausgeschoben. Damit das reibungslos funktionieren kann, wurden in den so genannten Sekundärboden, dem Fundament, 16 Stahlschienen eingelassen. Jede 25 Zentimeter breit und 300 Meter lang, auf ihnen wird die Wanne samt Rasen in die Arena befördert.
Angeschoben wird das Feld von vier hydraulischen Pressen, so genannten Gripper-Jacks. Die Pressen schieben das Spielfeld anderthalb Meter nach vorne. Danach löst sich der Motor von seiner Verankerung, fährt den Stempel über die Stahlschienen im Sekundärboden weiter, krallt sich wieder fest und setzt von Neuem an. Der Vorgang dauert 3,5 bis 4 Stunden.
In der Zeit zwischen den Bundesligaspielen des FC Schalke 04 ruht der Rasen "im Freien" und kann damit natürlich wachsen. Und damit er auch bei ungünstiger Witterung gedeihen kann, ist die knapp 1,50 Meter hohe Wanne mit allerlei Technik ausgestattet. In einer unteren Drainageschicht aus Sand und Kies befindet sich neben einem Netz aus Entwässerungsrohren auch die Rasenheizung, die Frostschäden vorbeugen soll.
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