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Kapelle - Ruhezone in der Erlebniswelt
Sie soll eine Rückzugsmöglichkeit bieten, Besinnung ermöglichen und Raum für den "inneren Zweikampf" lassen: die Kapelle in der VELTINS-Arena - ein Ort der Ruhe in der Erlebniswelt Fußball-Bundesliga. Nach dem Camp Nou in Barcelona ist die VELTINS-Arena das zweite Stadion in Europa, das ein Gotteshaus beherbergt.
Am 12. August 2001 wurde die Kapelle der VELTINS-Arena in einem ökumenischen Gottesdienst feierlich eingeweiht. Seitdem dient sie als Ort für Hochzeiten, Taufen und Gottesdienste und weitere kirchliche Veranstaltungen.
Der Innenraum der Kapelle wurde von Alexander Jokisch gestaltet. Der Asbacher Künstler hatte sich mit seinem Entwurf bei einem Wettbewerb gegen sechs weitere Künstler behaupten können. Die Jury setzte sich aus Vertretern beider Kirchen zusammen. In der Begründung ihre Entscheidung hieß es: "Die Abwesenheit von Farbe, die Reduktion der Gestaltung auf sehr wenige Elemente unterstreicht den meditativen Charakter der Kapelle."
Die Arena-Kapelle ist komplett in Schwarz und Weiß gehalten. Aus vielen tausend übereinander gemalten Linien schuf Jokisch das Altarbild als sehr abstraktes Kunstwerk. Im Altarbereich stehen elf Säulen. Diese sollen allerdings nicht an eine Fußball-Elf erinnern, sondern vielmehr - im Zusammenspiel mit dem Pastor - ein Sinnbild für die Jüngerschar Jesu sein. Beim Eintritt in die Kapelle verstellen zunächst zwei Wandscheiben, die sich bei näherem Hinsehen als geteiltes Kreuz erkennen lassen, den Zutritt. Dann eröffnet sich ein großzügiger Raum mit Blick auf das Raumzentrum, den Altar und die Bildtafeln an der Stirnwand.
Der evangelische Pfarrer Norbert Filthaus (Pfarrer der Thomas-Kirche im Berger-Feld, 0209/784322) und sein katholischer Amtskollege Georg Rücker leiten die Kapelle der Arena. Sie soll eine ökumenische Begegnungsstätte sein. Daher wehren sich die Geistlichen auch dagegen, Leute mit Schalke-Insignien in die Kapelle zu lassen. Schließlich soll aus der christlichen Einrichtung keine "magische Zauberbude" werden.
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