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Triumph in blau und weiß: FC Porto gewinnt Finale der UEFA Champions League in der Arena

An diesem Szenario hätten auch alle Fans der Knappen ihre Freude gehabt. Nach dem Abpfiff des Finales der UEFA Champions League zwischen dem FC Porto und AS Monaco gab es in der Arena AufSchalke Jubelszenen in blau und weiß. Der portugiesische Meister gewann mit einem in der Höhe überraschenden 3:0 (1:0)-Sieg den wichtigsten Titel im Vereinsfußball.

Portos Trainer Jose Mourinho blickte auf unglaublich erfolgreiche zwei Jahre zurück: "Wir haben alles gewonnen und für Portugal Geschichte geschrieben." Der FC Porto ist nach dem FC Liverpool (1976 und 1977) erst der zweite Klub, der das Double aus UEFA-Cup und Landesmeisterpokal innerhalb von zwölf Monaten perfekt machte.

Der erst 19-Jährige Carlos Alberto (39.) sowie Regisseur Deco (71.) und der eingewechselte Dimitri Alenitschew (75.) erzielten vor 53.040 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Treffer. Es war Portos zweiter Sieg in diesem Wettbewerb nach dem Endspielsieg gegen Bayern München 1987. An das berühmte Tor von Rabah Madjer mit der Hacke hatten die Anhänger der Portugiesen unmittelbar vor dem Anpfiff mit einem überdimensionalen Transparent erinnert.

In einer ersten Halbzeit, in der beide Mannschaft konstruktiv nach vorn spielten, jedoch spielentscheidende Fehler zu vermeiden versuchten, brachte die erste echte Torchance gleich die Führung für Porto. Allerdings wirkte sich bei den Monegassen das frühzeitige verletzungsbedingte von Kapitän Ludovic Giuly gravierend aus, der mit einer Leistenverletzung nach 23 Minuten das Feld verlassen musste. Als die Mannschaft von Didier Deschamps im zweiten Durchgang mehr riskierte, um den Ausgleich zu erzielen, nutzte Porto - geführt vom überragenden Deco - die Räume zu zwei weiteren Treffern.

Nach dem Spiel war die Zukunft von Portos Trainer Jose Mourinho das große Thema. Der 41-Jährige verhehlte trotz eines gültigen Vertrags seine Abwanderungsgedanken nicht. "England ist mein Ziel", so der in vier Sprachen eindrucksvoll analysierende Coach. "Mein Berater hat ein paar Sachen in seiner Tasche. Über die werden wir mit dem Vorstand vom FC Porto reden. Aber diese Nacht gehört ganz allein meiner Mannschaft." In einem TV-Interview wurde Mourinho konkreter: "Eine Einladung vom FC Chelsea würde ich gern annehmen."

Dass der Niederlage ein Auseinanderfallen der Mannschaft und der Weggang von Trainer Didier Deschamps folgt, möchte der monegassische Prinz Albert, der das zweite Europacupendspiel seines Klubs nach 1992 (0:2 im Pokalsieger-Wettbewerb gegen Werder Bremen) in der Ehrenloge mit Fürst Rainier und Prinzessin Caroline verfolgte, verhindern: "Ich würde mir wünschen, dass wir viele Spieler und den Trainer halten können, damit wir im nächsten Jahr in der Champions League wieder vorne dabei sind."

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