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WSV-Präsident Runge: Wahl des Stadions war absolut richtig

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: Ein DFB-Pokalspiel in der ausverkauften VELTINS-Arena ohne Beteiligung der Königsblauen. Doch der Pokal-Kracher zwischen dem Regionalligisten Wuppertaler SV und dem FC Bayern München lockte ebensoviele Zuschauer in das modernste Stadion Europas wie es sonst nur die Spiele der Knappen tun.

Aufgrund von Bauarbeiten im Wuppertaler Stadion am Zoo, welches momentan gerade einmal 16.000 Zuschauer fasst, beschloss der WSV, seinen Fans zuliebe auf ein Stadion in der näheren Umgebung auszuweichen - die Wahl der Verantwortlichen fiel sehr bald auf die VELTINS-Arena. Vom Wuppertaler Publikum wurde diese Nachricht begeistert aufgenommen. Innerhalb von nur vier Tagen war die Partie allein durch den Vorverkauf in der Schwebebahn-Stadt restlos ausverkauft

Und alle, die die Reise ins Ruhrgebiet angetreten hatten, wurden für ihr Kommen belohnt. Vor allem eine packende erste Halbzeit hielt das Publikum in Atem. Zunächst besorgte Nationalstürmer Miroslav Klose das 0:1 (14.), doch Tobias Damm erzielte kurz darauf den Ausgleich (25.). Während die Bergischen noch jubelten, befand sich der Gast aus München schon wieder in der Vorwärtsbewegung. Erneut war es Klose, der zum 1:2 (27.) abstaubte. Als WSV-Torjäger Mahir Saglik nur zwei Minuten später zum 2:2 traf, kochte die VELTINS-Arena.

Und obwohl die Münchner im zweiten Durchgang durch Treffer von Daniel van Buyten (50.), Luca Toni (53.) und Hamit Altintop (86.) sehr bald alles klar machten, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. WSV-Präsident Friedhelm Runge geriet trotz Zerknirschtheit über die zwei schnellen Gegentore in der zweiten Halbzeit ins Schwärmen: "Es war wunderschön, hier zu sein - ein tolles Erlebnis." Man sei mit der Wahl des Stadions den absolut richtigen Weg gegangen. Es habe alles gepasst, bis auf das Ergebnis.

Auch Kapitän Mike Riepietsch fand ausschließlich lobende Worte für die tolle Kulisse: "Für jeden von uns war es der absolute Knaller, einmal in so einem Stadion spielen zu dürfen." Zwar höre man auf dem Platz die "Hintermann"-Rufe der Mitspieler nicht, doch für ein solch grandioses Erlebnis könne man das durchaus in Kauf nehmen, schmunzelte der 33-Jährige. Torwart Christian Maly konnte sich diesem Urteil nur anschließen: "Das ist für mich eine einmalige Geschichte, dass habe ich als Spieler noch nicht erlebt. Es ist für mich als Amateurfußballer eine Ausnahmesituation."



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