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40.000 feierten Pokalparty in der Arena
Das gibt es nur auf Schalke: Der Rasen ruhte friedlich vor der Arena, und drinnen feierten die Knappen eine Riesenparty. Ein Stadionbesuch ohne Auswärtsfans – aber auch ohne Mannschaften. 40.000 Menschen strömten am Samstag in das Festspielhaus des deutschen Fußballs, um gemeinsam das Pokal-Endspiel auf dem Videowürfel zu erleben.
Kurz nach Beginn der vom Schalke-Partner Victoria präsentierten Pokalparty war das Gelände bereits gut gefüllt. Über 100.000 Schalker hatten sich um Karten für das Finale im Berliner Olympiastadion beworben, nur gut 20.000 konnten berücksichtigt werden. Und viele, die kein Ticket ergattert hatten, pilgerten wie 2001 und 2002 erneut auf das Berger Feld, um die königsblauen Kicker bei frischem Veltins, Sinalco und Bratwurst moralisch zu unterstützen. „Berlin, Berlin, was soll´n wir in Berlin?“, war an vielen Ecken zu hören.
Die Stimmung in der Arena war phantastisch. Erst unterhielt die Sängerin Marina Koller das Publikum, anschließend heizte die Cover-Band „Just:is“ den Zuschauern kräftig ein. Und Stefan Raabs Show-Praktikant Elton, der die „TV total Stock Car Crash Challenge“ am 25. Juni 2005 in der Arena vorstellte, war auf dem besten Weg, ein echter Schalker zu werden. Das blau-weiße T-Shirt, das ihm Stadionsprecher Frank Piontek überreicht hatte, stand ihm auf jeden Fall, die Eintracht-Trier-Kappe wurde sehr schnell zur Seite gelegt.
Gelungen waren zudem die Einspielungen mit den Schalker Profis. Ebbe Sand und Co. betonten die besondere Verbindung zwischen Fans und Verein und bedankten sich für die „sensationelle Unterstützung“. Die emotionale Verbindung zwischen den Kickern auf dem Berliner Rasen und den Anhängern in der Arena stand. Die prächtige Kulisse wurde durch 15.000 Fahnen abgerundet, die Schalkes Energie-Partner ELE zu Beginn der Veranstaltung verteilt hatte. Darüber hinaus verliehen 10.000 Rasseln dem Hexenkessel einen ordentlichen Lärmpegel. Das Olympiastadion in Berlin – in der Arena nur einen Katzensprung entfernt.
Wie bei Heimspielen üblich stellte Arena-Moderator Frank Piontek vor dem Spielbeginn die Schalker Mannschaft vor. Das Steiger-Lied und die Rock-Hymne „Whatever you want“ von Status Quo durften natürlich ebenfalls nicht fehlen. Das Vorspiel war erstklassig, die Vorfreude auf die 90 Minuten kaum zu toppen.
Wie selbstverständlich wurde anschließend bei Eckbällen der Schalker „hinein, hinein“ gebrüllt, die gelbe Karte von Michael Ballack mit Applaus bedacht und der Kultsong angestimmt: „Steht auf, wenn ihr Schalker seid!“ Selbst der zwischenzeitliche Führungstreffer der Bayern bedeutete nur einen kurzfristigen Dämpfer. „Schaaalke“ wurde weiter nach vorne geschrieen, und Lincoln markierte per Elfmeter den Ausgleich. Eine Jubel-Explosion auf den Rängen, der kurze Zeit später ein effektvoller Feuerwerkskörper im Innenraum der Arena folgte.
Zwar verflachte zu Beginn der zweiten Halbzeit die Partie im Olympiastadion, die Fans in der Arena jedoch standen hinter ihrer Mannschaft. Wenn es schon keine packenden Torraumszenen zu bewundern gab, konnten sich die Zuschauer immerhin an der Duscheinlage von Gerald Asamoah erfreuen. Oder es wurde lebhaft mit dem Nachbarn darüber diskutiert, ob die Einwechslung von Mike Hanke für Toni Ailton ein richtiger Schachzug war – echte Arena-Atmosphäre eben.
Oder wie die Besucher intonierten: „Ein Leben lang, Blau und Weiß ein Leben lang!“ Mit dieser Gewissheit ließ sich auch der Siegtreffer der Bayern leichter verdauen, der allerdings aus einer Abseits-Situation heraus fiel, wie die Fernsehbilder eindeutig bewiesen. Die Schalker nahmen es mit etwas Abstand sportlich und dankten ihrer Mannschaft stimmgewaltig für die erfolgreiche Saison. „Da können die Bayern ruhig Meister sein und den Pott geholt haben“, stellte Frank Piontek zum Ende einer stimmungsvollen Party fest, „wir haben die besten Fans“.
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