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Handball auf Schalke: Arena stellt neuen Weltrekord auf!
Es war wie bei den Olympischen Spielen in Athen - nur noch gewaltiger. Zu den Sirtaki-Klängen von "Alexis Sorbas" schwappte bereits vor dem Anpfiff eine La-Ola-Welle nach der anderen durch die Arena AufSchalke. Für derartige Ovationen sorgten 30.925 Zuschauer beim Spitzenspiel der Handball-Bundesliga zwischen dem TBV Lemgo und dem THW Kiel. Damit stellte die Arena einen neuen Zuschauer-Weltrekord für diese Sportart auf!
Einen Anhänger-Zuspruch in ähnlicher Größenordnung gab es bislang nur bei zwei anderen Partien. Nationalspieler Volker Zerbe erlebte ihn als Zuschauer beim Finale der Olympischen Spiele 1996 in Atlanta zwischen Kroatien und Schweden. Doch eine offizielle Zuschauerzahl für diese Partie wurde ebenso wenig angegeben wie für ein Handball-Länderspiel in Nordafrika, zu dem per Anweisung über 20.000 Zuschauer - darunter viele Soldaten - anwesend waren. Gesichert ist indes der Besuch im modernsten Stadion Europas - und damit auch die neue Bestmarke!
Eine Kulisse, die hinterher auch die insgesamt neun aktiven Silbemedaillen-Gewinner aus der deutschen Nationalmannschaft ins Schwärmen geraten ließen. "Es war eine Superatmosphäre", befand Lemgos Rechtsaußen Florian Kehrmann, "eine großartige Sache für den Handball allgemein, pflichtete ihm Abwehrspezialist Claus-Dieter Pedersen, inzwischen Kotrainer beim THW Kiel, bei. Dr. Klaus Steinbach, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, befand die Stimmung als "absolut sensationell". Dem ebenfalls mit Silber dekorierten Christian Zeitz gelang übrigens das erste Handballtor in der Arena. Natürlich waren die Gastgeber vom TBV Lemgo ein wenig betrübt, dass man beim Heimspiel in Gelsenkirchen eine 26:31-Niederlage hinnehmen musste. Denn einen hatte die Stimmung besonders beflügelt. Nationaltorhüter Henning Fritz zeigte in der Arena ebenso fantastische Paraden wie in den Tagen in Athen. So musste Lemgos Geschäftsführer Fynn Holpert feststellen: "Wir haben hier Maßstäbe gesetzt und den deutschen Handball ganz weit nach vorne gebracht. Wir haben bewiesen, dass Handball hier funktioniert, nur haben wir leider verloren." Was für Kreisläufer Christian Schwarzer aber ein Ansporn war. Angesichts von 15.000 mitgereisten Anhängern aus Ostwestfalen und 5000 Kieler Fans meinte der Nationalspieler: "Man sollte das Ganze ruhig noch einmal ausprobieren!"
Kiels Manager Uwe Schwenker stimmte dem uneingeschränkt zu. "Ich könnte mir vorstellen, hier ein Europapokalfinale oder Endspiele einer Europa- oder Weltmeisterschaft auszutragen. Es war für unseren Sport ein tolles Event."
Für den Kieler Trainer Noka Serdarusic ging sogar ein Traum in Erfüllung. "Ich habe mich schon seit Wochen gefreut, in so einem Fußballtempel Handball zu spielen. Ich muss mich bei Fynn Holpert und Rudi Assauer bedanken, dass sie das hier auf die Beine gebracht haben."
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