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Gelsen-Schau: Messe "für die ganze Familie"
Wer in den Tagen vom 19. bis zum 27. Juni 2004 einen Ausflug in die Arena AufSchalke machte, tat dies nicht, um etwa den Knappen im modernsten Fußballstadion Europas die Daumen zu drücken, sondern um einer "Einkaufs- und Erlebnisschau für die ganze Familie" seine Aufwartung zu machen. Denn die Haug-West Messe- und Ausstellungsgesellschaft hatte nach 2002 die Arena wieder als Veranstaltungsort für die Gelsen-Schau auserkoren. Und das nicht ohne Grund: "Die Messe vor zwei Jahren war ein Erfolg, die Besucher sowie Aussteller waren von der Atmosphäre der Arena begeistert. Die Entscheidung, jetzt wieder in die Arena zu gehen, lag auf der Hand und war im Nachhinein gesehen richtig", erklärte Christian Kamphaus, stellvertretender Geschäftsführer der Haug-West.
Bei der im Zwei-Jahres-Rhythmus nun schon zum siebten Mal stattfindenden einwöchigen Veranstaltung präsentierten in diesem Jahr auf über 30.000 Quadratmetern mehr als 400 Aussteller aus sechs Nationen ihre Produkte und Dienstleistungen. Ein neuer Rekord! Die 101.380 Besucher konnten sich zum Beispiel von Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Kreditinstituten und Bestattungsunternehmen beraten lassen. Im Außenbereich der Arena stellten Autohäuser ihre neusten Modelle aus. Für das leibliche Wohl war durch die zahlreichen Imbissstände im Inneren gesorgt. Wem das nicht reichte, der ließ seine Charaktereigenschaften durch eine Handschriftenanalyse ermitteln oder kaufte sich einen neuen Rasenmäher für seinen Garten und den passenden Grill gleich dazu. Den Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung stellten die beiden Sonderaustellungen "Freizeit-Camping-Reise-Naherholung" vom 25. bis zum 27. Juni und "Markt der Bildung" vom 19. bis zum 22. Juni dar. Rund 2500 Schüler informierten sich an den 30 Ständen über Aus- und Weiterbildung. Die Bundesagentur für Arbeit bot einen kurzen Profiltest per Computer an.
Trotz des riesigen Angebots wurden die Besucherzahlen aus dem Jahre 2002 nicht ganz erreicht. Für den leichten Rückgang hat Kamphaus eine einleuchtende Erklärung. "125.000 Besucher waren rekordverdächtig, da im Jahre 2002 viele Besucher nicht nur die Gelsen-Schau, sondern auch die damals noch nagelneue Arena besucht haben. Diesen Synergieeffekt konnten wir diesmal nicht nutzen, da viele die Arena mittlerweile kennen. Hinzu kam die wirtschaftlich schwierige Lage. Mit der erreichten Besucherzahl von über 100.000 sind wir trotzdem zufrieden."
Einen Umstand wollen die Veranstalter im Hinblick auf 2006 in den Griff bekommen.: "Die Atmosphäre wurde wieder sehr positiv aufgenommen. Allerdings wehte mitunter ein starker Wind im Innenraum", schilderte der stellvertretende Geschäftsführer der Gelsen-Schau. "Hier wollen wir mit Feuerwehr und Bauordnungsamt eine Lösung finden. Die von uns angedachten Windbrecher in den Tunneln wurden leider nicht genehmigt."
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